Kunsträume / Donaueschingen



In der aktuellen Ausgabe der Kunsträume ist ein Portrait über mich erschienen, auf das ich hier hinweisen möchte. Nachdem ich mich im Sommer in gemütlichster Atmosphäre mit Frau Doris Piller vom Kunsträume-Magazin unterhalten durfte, ist dieser Beitrag dabei herausgekommen.

Der Beitrag kann unter
http://www.mdw.ac.at/ID/69
abgerufen werden.

Viel Spaß beim Lesen!

Und noch ein Konzerttip für übernächstes Wochenende:
Wer sich in Donaueschingen oder in der Nähe befindet, kann Philipp und mich am 11.10. in der Christuskirche hören. Es gibt unter anderem eine Uraufführung von Tobias Schick.
Sein Stück "Dead ends" ist im Sommer für uns entstanden.

Er schreibt dazu:

Tobias Eduard Schick – Dead Ends für Altblockflöte und Schlagzeug (2014) - Programmtext



Unsere Zeit scheint von einer eigenartigen Widersprüchlichkeit gekennzeichnet zu sein. Vielleicht noch nie war die Gesellschaft von einer solchen Verfeinerung und Ausdifferenzierung ihrer einzelnen Bereiche geprägt. In der Wissenschaft führen immer neue Erkenntnisse zur Ausbildung eines Spezialistentums, in dem es nicht einmal mehr möglich ist, sein eigenes Fachgebiet komplett zu überschauen; die Kultur teilt sich in einzelne Szenen, Sub-Szenen und Sub-Sub-Szenen auf, die kaum noch Verbindungen zueinander aufweisen. Einer solchen Ausdifferenzierung von Binnenstrukturen stehen existentiell bedrohliche Katastrophen oder Herausforderungen gegenüber, die zwar bekannt sind, aber keine ihnen adäquate Handlungen nach sich ziehen. Dass seit über drei Jahren täglich 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer fließen, ohne dass diese Katastrophe nennenswerte Konsequenzen nach sich gezogen hätte, ist das nachdrücklichste Beispiel des Gefangenseins in einer als alternativlos empfundenen Logik. Doch gibt es überhaupt einen Ausweg aus einer solchen Sackgasse? Und wie könnte dieser beschaffen sein?

Ab nächster Woche werden wir uns intensiv mit diesem Stück auseinandersetzen und sind schon sehr gespannt, was dabei herauskommen wird.