Die Blockflöte in Gesellschaft

Am 13.7. gibt es beim Mattseer Diabellisommer zwei Werke von Herbert Grassl zu hören, bei denen sich die Blockflöte in die Gesellschaft eines Kammerensembles begeben darf:
Neben der UA "zart libste Frau" für Altstimme, Tenor, Violine, Harfe, Horn, Blockflöte und Schlagwerk wird auch das Werk "gar leis ..."  für Altstimme, Tenor, Blockflöte und Schlagwerk wiederaufgenommen, das letztes Jahr bereits im Salzburger Raum und auch in Südtirol zu hören war.

Beide Werke entstanden für das Großprojekt  "Mönch von Salzburg", das vom Duo Enßle-Lamprecht initiiert wurde. Bei diesem Projekt stehen neben der Gesamtaufführung der Kompositionen dieses frühen Meisters auch die zeitgenössische Auseinandersetzung mit seinen Texten und Liedern im Mittelpunkt. Herbert Grassl hat sich zwei Minneliedern des Mönchs aus heutiger Sicht genähert und eine Neuvertonung der Texte angefertigt.

Für mich ist bei dieser Arbeit besonders spannend, wie sich die Blockflöte mit ihren klanglichen Eigenschaften und Möglichkeiten in ein größeres Kammerensemble integrieren lässt. Die Zusammenarbeit mit MusikerInnen anderer Fächer stellt immer wieder eine große Inspirationsquelle dar. Ich bin eingeladen, klangliche und dynamische Gewohnheiten oder "Beschränkungen" neu zu hinterfragen und so freue ich mich auf eine spannende Woche der Proben und Vorbereitungen.
Besonders schön ist außerdem, dass aus unserem Projekt wieder ein Werk hervorgehen konnte, welches den Repertoirekanon des Instruments Blockflöte bereichern wird!


Kurz vorher gibt's in Innsbruck noch einen Vorgeschmack auf den diesjährigen Auftritt bei den Klangspuren in Schwaz:
Am 12.7. werde ich unter dem Motto "In the room" gemeinsam mit dem Musikjournalisten Wolfgang Praxmarer beim Klangspuren Café von meiner Arbeit im Bereich Neue Musik berichten. Hier wird die Blockflöte vor allem in elektronische Gesellschaft treten - bin ich doch im Programm als "Klangkünstlerin" angekündigt ... Das macht Laune!